Leserbrief zur Gesundheitspolitik April 2010

Wenn unsere Politiker sagen “Gesundheit ist teuer”, dann haben sie definitiv den rechten Blick verloren. Gesundheit ist ein natürlicher kostenloser Zustand. Aber Krankheit ist richtig teuer, wenn nicht langsam unbezahlbar.
Würde genauso viel über den richtigen Weg zur Erhaltung der Gesundheit geschrieben und geredet,  wie über die Kostenverteilung und die Suche nach den angeblichen Kostenverursachern, dann würden viele “Reparaturkosten” erst gar nicht anfallen.


Jeder einzelne von uns ist an seiner Erkrankung beteiligt und nur jeder Einzelne für sich kann an seinem derzeitigen Zustand aktiv etwas ändern. Als Heilpraktikerin achte ich auf eine gesunde Lebensweise. Trotzdem muss ich die gleichen Beiträge bezahlen, wie jemand, der mit seiner Gesundheit verantwortungslos und kurzsichtig umgeht. Das ist für mich kein gerechtes System. Schludrigkeit wird von der Allgemeinheit bezahlt und verantwortungsvolles Verhalten bleibt unbelohnt. In was für einer verkehrten Welt leben wir eigentlich? Für mich hat das nichts mit sozialem Verhalten zu tun!

Hier mein Vorschlag für eine gerechte Krankenversicherung:
Die prozentual bemessenen Beiträge werden aufgeteilt – 50% kommen der Allgemeinheit als Sozialbeitrag zugute. 50% gehen in einen Privattopf mit einer maximalen Höhe von z.B. 2.500 Euro. Ist dieser Privattopf bis zur Höchstgrenze angefüllt, entfallen die Privat-Beiträge. Für welche Verfahren der Patient seinen Anteil ausgeben möchte, entscheidet er selber. Alternative und schulmedizinische Angebote sind als gleichwertig zu betrachten.
Der Lohn zur Erhaltung der Gesundheit und damit zur Übernahme der Eigenverantwortung ist eine augenblickliche finanzielle Entlastung von 50 %. Fallen Krankenkosten an, werden diese erst aus dem Privattopf bezahlt. Erst wenn er völlig ausgeschöpft ist, greift das Sozialsystem. Natürlich werden dann augenblicklich wieder die 100% der Krankenbeiträge fällig. Der Anreiz gesund zu bleiben, wäre bei den heutigen Krankenbeiträgen immens groß und käme uns allen zugute.
Weniger wirtschaftliche Belastungen durch hohen Krankenstand, weniger Forschungsgelder für neue Diagnose- und Therapieansätze. Mehr Gelder für direkt nachvollziehbare Gesundheits-Aufklärung. Und das Wichtigste: mehr Wohlbefinden, Zufriedenheit und Kreativität in unserer gesamten Gesellschaft.

Machen wir endlich Schluss mit dem Frust und der Ohnmacht!

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