Natürlich gesund… von kalten Füßen, Nebelschwaden und der Gemütlichkeit

Natürlich gesund, …was denn sonst? Teil 12

Heute: Von kalten Füßen, Nebelschwaden und der Herbst/Winter-Gemütlichkeit

Nach der 5 Elemente-Lehre  der Chinesischen Medizin gibt es 5 Jahreszeiten: Winter – Frühling – früher Sommer – später Sommer – Herbst.
Zu dem geteilten Sommer erzähle ich an anderer Stelle mehr. Was wichtiger ist: da die einzelne Jahreszeit durch die 5er Einteilung nun etwas kürzer ist, befinden wir uns laut dem Chinesischen Kalender bereits seit dem 9. November im Winter. Die Energie des Winters ist die Energie des Sammelns. Sammeln ist eine völlig passive Energie, während selbst in der Herbst-Energie des Rückzugs noch eine gewisse Dynamik erkennbar ist.  Mit dem letzten Tag des Herbstes sind wir schon ganz am Ende des Rückzug-Zyklus angekommen. Die Bäume sind so gut wie kahl und es beginnt das typisch Trostlose, das uns an das Ende aller Dinge und damit den Tod erinnert.
Der äußere kahle Anblick der Bäume mag nun denEindruck der Schwäche erzeugen, doch das täuscht.In dieser Zeit entsteht bereits ein neuer Anfang. Die Wurzeln sammeln die Säfte des Baumes und sinken dadurch noch mehr in die Tiefe. Hier nehmen sie den Winter über die Kraft der Erde in sich auf.  Gerade das Sammeln dieser Säfte und Kräfte wird ihnen im Frühjahr die Kraft geben, sich explosionsartig zu entfalten und neues Leben zu kreieren.

Es wäre gut, wenn wir uns diesem Zyklus wieder anschließen würden. Jetzt ist die Zeit um zur Ruhe zu kommen und Kraft für den nächsten Jahresszyklus zu sammeln. Es ist nicht die Zeit mit neuen Projekten zu beginnen, wohl aber die Zeit Visionen zu entwickeln: alles hat eben seine Zeit.
Wenn ich also mit kalten Füßen durch die, wirre Bilder malenden Nebelschwaden nach Hause fahre, weiß ich, dass ich noch zu sehr in der Aktivität nach außen verstrickt bin. Meine Verwurzelung in meiner eigenen Mitte kommt zu kurz. Doch inzwischen habe ich dazugelernt: statt von meinem Körper einen Schnupfen aufs Auge gedrückt zu bekommen, damit ich herunterfahre (was ich gerade bei vielen Menschen um mich herum wieder beobachten kann) wende ich meinem ganz persönliches Hausrezept an: Freiwillig passiv werden.

Während ich dieses also schreibe sitze ich gemütlich vor dem  Kamin – mit tiefer Dankbarkeit im Herzen für diesen Luxus – und trinke einen Bio-Glühweißwein. Meine Füße sind wieder muckelig warm, mein Geist kommt zu Ruhe und ich ruhe ganz und gar in meiner Mitte. Der Winter kann kommen. Und das nächste Jahr mit all den neuen Aktivitäten auch – sobald die Zeit reif ist.

dP.S: Eine heiße Badewanne oder ein gemütliche Couch mit flauschiger Decke, Körnerkissen und einer Kerze auf dem Tisch wirkt ebenso gut in Ermangelung eines Kamins. Und wer ein leckeres wärmendes Getränk mit etwas Geschmack aber ohne Alkohol möchte, kann z.B. heißen Apfelsaft (1/3 Apfelsaft mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher) mit einer Zimtstange versehen und einen kleinen Moment ziehen lassen. Seeeehr lecker!!!

Ich wünsche einen wunderschönen Herbst-/Winterabend 😉 und eine ruhige Woche.

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Gauck als Bundespräsident – Spiegel der deutschen Seele?

Herr Gauck wird der ranghöchste Repräsentant Deutschlands und ist ein Spiegel unseres Volkes.

Er spiegelt uns, dass wir das Alte nicht loslassen können, obwohl wir uns entschieden haben, dass es nicht mehr zu unserem Leben gehören soll. Er lebt von seiner Frau seit 12 Jahren getrennt, ist aber noch immer nicht geschieden. 

Er spiegelt uns, dass wir nach dem Neuen, Frischen greifen – obwohl wir wissen, dass wir uns diesem Neuen nicht mit ganzem Herzen hingeben können – denn wie kann man einer Lebensgefährtin das Gefühl der völligen Hingabe geben, solange man noch mit einer anderen Frau verheiratet ist?

Wenn Herr Gauck unser Spiegel ist:

Woran halten wir Deutschen noch fest, obwohl wir uns davon getrennt haben – an der Grenze zwischen Ost und West, zwischen Diktatur und Freiheit? Sind wir Eins mit dem neuen Zustand? Nein, nicht wirklich. Theoretisch ja, praktisch nein.

Herr Gauck in allen Ehren, mit all seinen Entscheidungen und Handlungen. Es ist seine Sache. Aber er spiegelt ein Deutschland der Halbheiten:  Nicht Fisch, nicht Fleisch, ein Deutschland ohne Einheit. Am meisten schmerzt mich, dass zwischen Herz und Verstand keine Einheit mehr zu existieren scheint. Es fehlt die Klarheit des Herzens und der Mut, Konsequenzen zu ziehen, wenn sich das Alte als nicht mehr lebenswert herausgestellt hat: 

    • Unser Schulsystem ist veraltet – wir reden von neuen Wegen, haben erfolgreiche und ganzheitlich arbeitende Pilotschulen, lassen uns aber von dem alten Schulsystem nicht scheiden. 
    • Unser Krankensystem ist veraltet – wir reden von Reformen, verbleiben aber in alten Gedanken und überholten Überzeugungen. 
    • Unser Sozialstaat ist veraltet – gegründet in Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs und der Fülle ist er unter den heutigen Begebenheiten nicht mehr haltbar. Doch wir lassen nicht los. Wir suchen uns immer neue Lebensbegleiter, die  die Fesseln etwas behaglicher machen, anstatt uns von den Fesseln zu lösen. 

 

Ist es das, was uns die Wahl von Herrn Gauck spiegelt? Ist es das, was unsere Politiker uns unverpackt zeigen – dass Deutschland keine Courage und Selbstachtung mehr besitzt und es nur noch um Schadenbegrenzung geht, weil der Mut fehlt, gemeinsam zu neuen Ufern aufzubrechen? Sind wir das wirklich? Wollen wir das sein? Politiker werden vom Volk gewählt. Erfüllt diese Einstellung, die unsere Politiker uns unverblümt frech und ohne jegliche Skrupel demonstrieren, wirklich unsere Sehnsüchte und Wünsche? Meine nicht!

 

Lasst uns wach werden. Fragen wir uns doch einfach mal, wohin unser Schiff Deutschland und das Schiff der gesamten Menschheit fahren soll. Ich möchte in einem Land und in einer Welt leben, wo alles Leben gleichermaßen geachtet wird. Wo wir wieder Mitgefühl füreinander empfinden. Wo die Türen offen bleiben können. Wo wir ein Gemeinschaftsgefühl spüren. 

Denn Fakt ist: 

Egal ob Mensch, Tier oder Erde – alles gehört zusammen, alles ist miteinander verbunden und voneinander abhängig. Und wenn wir uns dieser Verbundenheit – in der alles miteinander schwingt – wieder bewusster werden,  können wir die Welt zu einem wunderbaren Ort machen. Wir müssen uns nur vorstellen und es fühlen können, dass es möglich ist. Reicht Deine Phantasie dafür aus?

Ich wähle nur noch Politiker, von denen ich 100%ig überzeugt bin, dass sie meine höchsten Ideale teilen. Diese heile Welt ist meine Wahl, das ist mein Ziel, das ist es, wofür ich brenne. Was wählst Du?